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Ortsfeuerwehr Bitterfeld zieht Bilanz

Auch zu Beginn des Jahres 2018 ist es eine gute Tradition, dass sich die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bitterfeld - Wolfen zu ihren Jahreshauptversammlungen treffen, um auf die Ereignisse des vergangenen Jahres zurückzublicken und die Ziele für das laufende Jahr abzustecken. Die Kameraden der Ortsfeuerwehr Bitterfeld trafen sich dazu am Freitag den 02. Februar 2018 im Gerätehaus in der Bitterfelder Mittelstraße.

 

Als Gäste an der Veranstaltung konnten Oberbürgermeister Armin Schenk, der Geschäftsbereichsleiter Finanz- und Ordnungswesen Rolf Hülßner, der Sachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz Veit Böttcher, der Bitterfelder Ortsbürgermeister Dr. Joachim Gülland, die Ortschaftsräte Dietmar Mengel, Uwe Müller und René Vollmann, Stadtwehrleiter Uwe Wagner sowie Stadtjugendwartin Claudia Elze herzlich begrüßt werden.

 


 

Nach der Begrüßung der Anwesenden konnte der Rechenschaftsbericht der Wehrleitung für das Jahr 2017 vorgetragen werden, wobei zuerst noch einmal eine Reihe von Einsätzen im Fokus standen, die besonders im Gedächtnis bleiben werden. So begann das Jahr bereits am 2. Januar mit einerm Großbrand, als auf dem Gelände einer Autoverwertung in der Antonienstraße 240 Autowracks in Flammen aufgingen. Bereits am 3. Januar brannte es auf diesem Betriebsgelände erneut, wobei dieses Mal 20 Altautos in Brand standen. Ein drittes Mal musste die Wehr am 30. September zu diesem Betriebsgelände ausrücken um erneut 5 brennende Altautos abzulöschen.

 

Am 15. April brannte in der Vierzoner Straße das Gebäude einer Tischlerei, welches durch die Brandeinwirkung zerstört wurde. Ein weiteres Ereignis beschäftigte auch die Kameraden der Bitterfelder Wehr über mehrere Tage. Am 08. August kam es auf dem Betriebsgelände eines Entsorgungsbetriebes im Wolfener Teil des Chemieparkes zu einem Großbrand, der neben den Feuerwehren auch im Nachhinein die Politik bis in den Landtag hinein beschäftigte und nicht nur einen hohen Sachschaden am Betriebsgebäude verursachte, sondern auch hohe Folgekosten für die unbrauchbar gewordene Ausrüstung der Feuerwehren nach sich zog.

 

Auch wenn manchmal - trotz des aufopferungsvollen Einsatzes der Kameraden - Hilfe zu spät kommt, so ist es doch andererseits schön wenn bei einem Einsatz Menschen und Tiere vor Schaden bewahrt werden können. So konnten am 17. Februar bei einem Brand in einem Wohnhaus in der Dessauer Straße 8 Personen (darunter 6 Kinder) aus dem völlig verrauchten Wohnhaus gerettet werden. 12 Personen und ein Hund waren es während eines Kellerbrandes am 29. September in der Grünstraße.

 

Technische Hilfe mussten die Kameraden der Wehr nach schweren Stürmen am 05. und 29. Oktober im gesamten Stadtgebiet leisten, so dass über das Jahr insgesamt 146 Einsätze zu bestreiten waren. Diese gliedern sich in 54 Brandeinsätze (11 überörtlich), 60 technische Hilfeleistungen (5 überörtlich) und 32 übrige Einsätze (22 durch automatische Brandmeldeanlagen, 9 blinde / böswillige Alarmierungen, 1 Einsatzübung) auf. Insgesamt waren Kameraden 2137 Stunden im Einsatz, wovon 1928 Stunden in die Freizeit der Kameraden fielen und nur 209 Einsatzstunden während der Arbeitszeit der Feuerwehrangehörigen zu absolvieren waren.

 

Zum Ende des Jahres 2017 bestand die Ortsfeuerwehr Bitterfeld aus 83 Mitgliedern, wovon 47 Angehörige ihren Dienst in der Einsatzabteilung versehen. Der Jugendfeuerwehr gehören 14 Mitglieder, der Kinderfeuerwehr 11 Mitglieder und der Alters- und Ehrenabteilung ebenfalls 11 Mitglieder an.

 


 

Bevor ein Kamerad Einsatzdienst leisten kann, muss er sich jedoch das notwendige Wissen aneignen, welches während der wöchentlichen Ausbildungsdienste vermittelt wird. Darüber hinaus haben Kameraden weiterführende Lehrgänge auf Kreisebene bzw. am Institut für Brand- und Katastrophenschutz des Landes Sachsen - Anhalt absolviert.

 

Neben dem Feuerwehrdienst haben die Kameraden auch 2017 wieder eine Reihe von Veranstaltungen in der Stadt Bitterfeld unterstützt. Hier sei nur das Bitterfelder Stadtfest, das Hafenfest oder der Friedenslauf von Rom zu Luther erwähnt. Auch bei Veranstaltungen in Kindereinrichtungen oder während des Projekttages an Grundschulen war die Wehr aktiv eingebunden.

 


 

Ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Indienststellung eines neuen Hubrettungsfahrzeuges, welches die alte Drehleiter nach 20 Jahren im Dienst der Bitterfelder Wehr ersetzt. Am 27. Juni konnte die Wehr den Schlüssel für das neue Fahrzeug aus den Händen von Oberbürgermeister Schenk in Empfang nehmen. Auch die Planungen für die Entwicklung des Feuerwehrstandortes in Bitterfeld lassen die Kameraden optimistisch auf die künftige Entwicklung blicken.

 

An den Bericht der Wehrleitung schlossen sich die Berichte über die Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehr sowie der Alters- und Ehrenabteilung an. Ein besonderer Höhepunkt in der Kinder- und Jugendarbeit war eine Fahrt in den Filmpark Babelsberg, welche auf Grund der gewonnenen Singwette des dm - Marktes gemeinsam mit der Wehr aus Greppin realisiert werden konnnte. Sowohl für die Kinder- und Jugendlichen als auch die Alterskameraden bildete die Weihnachtsfeier einen würdigen Jahresabschluss, der durch die Unterstützung durch Kameraden der aktiven Wehr möglich war. Hierfür ging der Dank an die Einsatzabteilung.

 

Nach der Aussprache zu den Jahresberichten sowie Auszeichnungen und Beförderungen hatten die Kameraden und Gäste Gelegenheit sich bei einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde zu unterhalten und den Abend so ausklingen zu lassen.