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Einsatzreichstes Wochenende der OF Bitterfeld seit langem

6. April 2018 - 17:40 - Aussergewöhnliche Anzahl an Einsätze

Am Freitag, den 06. April 2018, wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bitterfeld - Wolfen, Ortsfeuerwehr Bitterfeld um 17.40 Uhr zur Unterstützung des Rettungsdienstes zur Öffnung einer Wohnungstür in die Anhaltstraße alarmiert.

 

Hausbewohner hatten sich Sorgen um den Bewohner einer Wohnung im 1. Obergeschoss des Wohnhauses gemacht, da sie diesen bereits über einen längeren Zeitraum nicht mehr gesehen hätten und sich in der Wohnung auch niemand meldete. Nachdem die Eingangstür der Wohnung geöffnet war, wurde die Wohnung kontrolliert, ohne dass der Bewohner in ihr aufgefunden werden konnte. Der Zustand der Wohnung ließ jedoch den Schluss zu, dass sich in ihr schon länger niemand mehr aufgehalten hatte. 

 

Nach einer Recherche und Rücksprache durch den Rettungsdienst mit dem Krankenhaus stellte sich heraus, dass der Bewohner sich dort zur medizinischen Behandlung aufgehalten hatte und verstorben sei.

 

Für die Einsatzkräfte konnte der Einsatz daraufhin abgebrochen werden und die mit 2 Einsatzfahrzeugen und 12 Kameraden angerückte Bitterfelder Wehr konnte zum Gerätehaus zurückkehren. Die Wohnung wurde zur Wiederherstellung der Verschlusssicherheit an den Stadtordnungsdienst übergeben.

 


 

Das erste schöne Frühlingswochenende im Jahr 2018 und während sich viele über das schöne Wetter freuten, den Garten auf Vordermann brachten, den Grill vorbereiteten oder eine Flasche Bier kaltgestellt hatten, bewegten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bitterfeld - Wolfen, Ortsfeuerwehr Bitterfeld am Samstag, den 07. April 2018 ganz andere Sorgen. Dieser Samstag sollte sich zu einem der einsatzreichsten Tage der letzten Jahre entwickeln. Lässt man mal Großschadensereignisse wie die schweren Stürme außer Acht, so ist es schon recht außergewöhnlich, dass eine Freiwillige Feuerwehr an einem einzigen Tag gleich fünf Einsätze abarbeiten muss.

 

Den ersten Alarm gab es bereits um 08.32 Uhr und dieser führte die Wehr zu einem mehrgeschossigen Wohnhaus im Töpferwall. Hier benötigte der Rettungsdienst die Unterstützung der Feuerwehr, da sich eine hilfebedürftige Person in einer Wohnung befand und diese Person nicht mehr in der Lage war, die Eingangstür zur Wohnung zu öffnen. Nachdem die Tür durch die Feuerwehr geöffnet werden konnte, kümmerte sich der Rettungsdienst um die Patientin, versorgte diese zunächst vor Ort und verbrachte sie danach in das Klinikum Bitterfeld.

 


 

Weiter ging es dann um 12.28 Uhr als die Wehr zum Goitzschesee alarmiert wurde. Passanten hatten im Stadthafen - unterhalb des Wasserspielplatzes - einen im Wasser treibenden Tierkadaver entdeckt und über die Leitstelle des Landkreises Anhalt - Bitterfeld die Alarmierung der Feuerwehr veranlasst. Der Tierkadaver (vermutlich ein Dachs) konnte rasch geborgen werden. Problematisch gestaltete sich danach allerdings die Klärung was mit den Überresten des Tieres nun geschehen sollte. Dankenswerterweise erklärte sich der Bereitschaftsdienst des Veterinäramtes bereit, diesen zu übernehmen und die weitere Verbringung zu organisieren.

 


 

Um 18.42 Uhr mussten die Kameraden dann ihr Abendessen verschieben und den Grill links liegen lassen, denn der nächste Alarm führte an die Bahnstrecke zwischen Muldenstein und Bitterfeld, wo kurz vor der Anhaltsiedlung der Bahndamm auf einer Länge von etwa 100 Metern in Flammen stand. Nach Ankunft an der schwer zugänglichen Brandstelle konnte der Brand zunächst eingedämmt und danach mit gut 6000 Litern Wasser gelöscht werden. Zur Brandbekämpfung kamen zwei C- Rohre zum Einsatz, das Wasser musste zur Einsatzstelle transportiert werden und der Brand hatte insgesamt eine Fläche von etwa 3000 m² erfasst.

 


 

Kaum zu Hause angekommen, gab es für die Kameraden um 20.15 Uhr den nächsten Alarm. Gemeinsam mit den Kameraden der Ortsfeuerwehr Greppin rückte die Wehr in die Jeßnitzer Straße aus, wo über die automatische Brandmeldeanlage der städtischen Notunterkunft ein Alarm eingelaufen war. Die Kontrolle des Objektes ergab jedoch schnell, dass für den Alarm nicht etwa ein Feuer der Auslöser war, sondern ein offenbar zu heiß geratenes Bad. Der Bewohner einer Wohnung im Dachgeschoss hatte heißes Wasser in eine Badewanne eingelassen, wobei der Dampf des heißen Wassers den Rauchmelder ausgelöst hatte. Nachdem die Brandmeldeanlage wieder zugeschalten werden konnte, war auch dieser Einsatz für die Wehren beendet. 

 


 

Allerdings sollten sich die Kameraden der beiden Ortswehren an diesem Tag noch einmal begegnen, denn um 23.36 Uhr sorgte erneut der Alarm einer Brandmeldeanlage für die Alarmierung der beiden Ortsfeuerwehren. Dieses Mal führte der Alarm die Wehren in die Bitterfelder Innenstadt, wo die automatische Brandmeldeanlage im Haus der Diakonie am Kirchplatz ausgelöst hatte. Ausgelöst hatte ein Melder im Dachgeschoss des Gebäudes, bei der Kontrolle konnte jedoch keine Ursache für den Feueralarm festgestellt werden, so dass es sich offenbar um eine technische Störung handelte. Nachdem die Anlage an einen Verantwortlichen des Objektes übergeben war, konnten die Einsatzkräfte zu ihren Standorten zurückkehren und diesen einsatzreichen Samstag beenden.

 


 

Auch am Sonntag, den 8.April 2018 sollten die Funkmeldeempfänger für die Kameraden nicht still stehen. Um 19:21 Uhr wurde ein Ödlandbrand in der Gartenanlage in der Saarstraße gemeldet. Bei Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte ein Komposthaufen, dieser konnte mit einem Rohr rasch abgelöscht werden und die mit 2 Fahrzeugen ausgerückte Wehr konnte zu Ihrem Standort zurückkehren und Ihrem wohlverdienten Wochenendausklang nachgehen.

Einsatzreichstes Wochenende der OF Bitterfeld seit langem

Vor Ort:

Einsatzgalerie:

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