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Geschichte

Geschichte der Ortsfeuerwehr Thalheim

 

 
 
Die FF Thalheim wurde am 2. Februar 1930 gegründet. Der Anlass dazu war 1929 ein Großband in der R.-Breitscheid-Straße Nr. 8. Als das Feuer ausbrach, war der damalige Spritzenmeister und sein Stellvertreter nicht im Ort. Die Handdruckspritze konnte zufolge nicht zum Einsatz gebracht werden. Die Bürger standen dem roten Hahn machtlos gegenüber und versuchten unter Einsatz ihres Lebens ein weiteres Übergreifen der Flammen zu verhindern. Nach diesem Missgeschick fanden sich 27 Männer bereit, eine Freiwillige Feuerwehr in Thalheim zu gründen. Der erste Wehrleiter im Ort wurde Schmiedemeister W. Schumann.
 
1932 wurde ein Steigerturm gebaut. 1933 übernahm der Tischlermeister Robert Reiche das Amt des Wehrleiters. Mit der Übergabe des Gerätehauses 1935 wurde auch ein motorisiertes Fahrzeug angeschafft, welches als Mannschaftswagen und Zugkraft für die TS6 diente. 1936 wurde der Kamerad Paul Wachsmuth mit der Leitung der Wehr beauftragt. 1939 erhielt die FF vom damaligen Gemeinderat ein LF8.
 
1945 musste die FF Thalheim völlig neu aufgebaut werden. Besonders die Kameraden P. Wachsmuth, O. Naumann, W. Koch und H. Lüdecke nahmen den Neuaufbau der Wehr in ihre Hände und legten damit den Grundstein für unsere heutige Freiwillige Feuerwehr. Um den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden, mussten neue und junge Kameraden gewonnen werden. Im Oktober 1954 wurde das Löschfahrzeug abgezogen und somit musste die Ausbildung der Kameraden mit reduziertrer Technik durchgeführt werden.
 
1957 erhielt die Wehr einen Opel Blitz als Hilfsfahrzeug. 1960 trat der Kamerad P. Wachsmuth zurück und die Leitung der Wehr wurde dem Kameraden Heinz Koch übertragen. Ein wesentlicher Höhepunkt war am 2. Februar 1962 die Gründung einer Frauenbrandschutzgruppe in Thalheim. 10 Frauen erklärten sich bereit, aktiv an der Ausbildung und somit an den Einsätzen und Brandschutzkontrollen teilzunehmen.
 
Durch die gute Zusammenarbeit des Rat des Kreises, des Vorstandes der LPG und der Wehrleitung konnte 1964 ein Löschfahrzeug beschafft werden. Jedoch musste dieses teilweise neu aufgebaut werden. Dazu benötigten die Kameraden ca. 300 Stunden. Am 1. Mai 1965 wurde der Kamerad Erwin Kracke als Wehrleiter eingesetzt. Neue Kameradinnen und Kameraden konnten gewonnen und der geforderte Sollstand von 41 Wehrangehörigen übertroffen werden. Zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen zeugten von einer hervorragenden Arbeit der Wehr.
 
Die Frauenbrandschutzgruppe entschloss sich 1967 an Feuerwehrwettkämpfen teilzunehmen. September 1967 wurde der Kamerad H. Koch erneut mit der Leitung der Wehr beauftragt, da der Kamerad Kracke aus gesundheitlichen Gründen diese Funktion nicht mehr ausüben konnte. Nach dem Ablöseantrag des Kameraden Koch wurde 1979 der Kamerad S. Zischner als Wehrleiter berufen. Er übte diese Funktion bis 1981 aus. 1981 übernahm erstmals im Kreis Bitterfeld, wie auch in der Wehr Thalheim, eine Frau die Funktion eines Wehrleiters. Für die Kameradin Lüdecke war es eine große Herausforderung und für die Kameraden manchmal eine ungewohnte Situation.
 
Als im Februar 1983 die FF Thalheim endlich ein neues Löschfahrzeug bekam, war die Freude bei allen Wehrangehörigen groß. Viele zusätzliche Stunden der Werterhaltung mussten die Kameraden Jahr für Jahr am alten LF leisten. Der Robur LO, der Schlauchtransportanhänger und Beleuchtungsanhänger stellten eine gute Technik für die Wehr dar. Die Kameradin K. Lüdecke übte über 10 Jahre die Funktion des Wehrleiters aus und errang unter den Kameraden große Achtung für ihre Arbeit.
 
1991 bekam die FF Thalheim für den Katastrophenschutz ein neues Fahrzeug in Bernburg vom Innenminister überreicht.

1993 wurde ein Tanklöschfahrzeug (TLF16) von der Chemie AG gekauft. 1993 übernahm der Kamerad Manfred Lüdecke die Funktion des Wehrleiters. Mit der Wende änderte sich auch bei vielen Kameradinnen und Kameraden das persönliche Leben. Trotzdem fanden sie weiterhin Zeit, sich für die Wehr einzusetzen.
 
1994 kaufte die Gemeinde Thalheim für die Wehr und die Bürger der Gemeinde ein TSF-W (Mercedes). Nun waren 3 Löschfahrzeuge im Besitz der Wehr. Diese gute Grundausstattung und viele Feuerwehrschulbesuche erhöhten das Niveau der Wehr. Wir wurden eine Stützpunktfeuerwehr.
 
Unsere Kameradinnen und Kameraden üben nicht nur auf dem Territorium der Gemeinde ihre Pflichten und Aufgaben aus, so unterstützen wir den Landkreis Staßfurt bei der Bekämpfung des Hochwassers. Als im August 2002 das Hochwasser auch unseren Landkreis nicht verschonte, leisteten 31 Kameradinnen und Kameraden 2908 Einsatzstunden, sowie 193,5 Stunden Einsatzbereitschaft.