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Historische Pumpentechnik

Lenzpumpe 20/3 (LP20/3)

Die Lenzpumpe unterscheidet sich äußerlich kaum von den Standard−Tragkraftspritzen TS 8/8 vom VEB Feuerlöschgerätewerk Jöhstadt. Die Pumpe hat ein Zweizylinder-Zweitaktmotor vom Typ ZW 1103.
Der Stationärmotor aus Chemnitz wurde im VEB Barkas −Werke Karl−Marx−Stadt, Betrieb des IFA−Kombinats Personenkraftwagen hergestellt. Die Lenzpumpe hat ein Nennförderstrom von 2.000 l/min bei einer geodätischen Saughöhe von 1,5 m bei einem Ausgangsdruck von 3 Bar. Zwischen Motor und Pumpe befindet sich eine Ausrückbahre Lamellenkupplung, die auch während des Betriebes bedient werden kann. Der Motor wird durch eine indirekte Wasserkühlung gekühlt. Die Entlüftung der Pumpe übernimmt einen Gasstrahler. Die Drehzahl wird durch einen Fliehkraftregler konstant gehalten. Der BVF Vergaser ist ein Flachstrom−Drosselklappenvergaser mit Einhebelbedienung und besonderer Leerlauf− und Starteinrichtung. Zur Reinigung der Ansaugluft dient ein Kolbennassluftfilter.
Durch ihre große Förderleistung von 2.000 Litern wird sie überall dort eingesetzt, wo große Wassermengen gefördert werden müssen z.B. bei Hochwasserkatastrophen, Wassereinbruch in Schiffskörpern, in Kellerräumen und Baugruben. Das Gerät war natürlich auch geeignet für Feuerwehren als Wasserzubringer für Löschfahrzeuge.

Technische Daten:  
Arbeitsweise 2-Zylinder, 2-Takt-Otto, wassergekühlt
Pumpe einstufige Kreiselpumpe
Pumpenkörper Leichtmetall
Hubraum 1100 cm³
Leistung 28 PS bei 3000 U/min
Kraftstoff Benzin−Ölgemisch 25:1
Kraftstoffverbrauch 16−18 l/h

In liebevoller Freizeitarbeit restauriert durch Kamerad F.Schneider über eine Zeitraum von 4 Jahren und fast 200 Stunden. Für die Hilfe bei der Restaurierung möchten wir uns bei der Sportgruppe Thalheim (Männer), aber ganz besonders bei W. Runschke bedanken.